Die Frauenkooperative ist unser jüngstes Projekt. Täglich treffen sich 85 Mütter in einer Selbsthilfegruppe in einem Dorf bei Gisenyi. Die meisten dieser Frauen sind alleinstehend. Eines oder mehrere ihrer Kinder haben eine Behinderung.

Angefangen mit einer wöchentlichen Physiotherapie-Sitzung zur Verbesserung der Mobilität der behinderten Kinder entwickeln sich neue Projekte mit rasantem Tempo: Zur Bekämpfung der Mangelernährung ist nun Land erworben worden, welches die Mütter mit Süßkartoffeln bepflanzen. Diese enthalten wichtige Nährstoffe, unter anderem Vitamin A, was zu einer gesunden Entwicklung aller Familienmitglieder beiträgt.

Ganz aktuell ist unser nursery school program: Ruandische Kinder aus dörflichen Regionen haben aufgrund fehlender Schulgelder oft keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Um hier zu helfen, wurde für die zahlreichen Kinder im schulfähigen Alter nun eine eigene Klasse gegründet. Momentan besteht diese Klasse aus 20 Kindern zwischen drei und sechs Jahren, welche spielerisch an die Fächer Englisch, Französisch und die Muttersprache Kinyarwanda herangeführt werden.

Auch der Ausübung von handwerklichen Fähigkeiten wird nun nach und nach Raum und Material wie bunte Stoffe mit traditionellen Mustern zur Verfügung gestellt, um Taschen, Puppen, Geldbeutel und ähnliches daraus herzustellen. Unter Verwendung von getrockneten Bananenblättern und Stoffresten werden Postkarten und andere Kunstwerke hergestellt.

Einmal pro Woche findet das home visit program statt. Familienmitglieder, die die Nursery School selbst nicht erreichen können, werden jeden Freitag von einem Team besucht, das die gesundheitliche Versorgung überprüft und Zeichen der Hilfe und Unterstützung gibt.